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KPW6 hat sich dieses Jahr mit den Spannungen zwischen den Generationen beschäftigt, denn über Jugendliche beschwert man sich nachweislich seit es Schrift gibt. Und wir sind sicher, vorher auch: Herr Brandt, von der Jugend enttäuscht, holt missmutig seinen Enkel von einer Bandprobe ab. Im Laufe des Stückes begegnen ihm drei Geister: der Geister der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Sie öffnen ihm mit Songs, Musikstücken und Slam-Texten die Augen: Die Jugend von heute ist nicht schlechter als die Jugend früherer Generationen. Sie macht Fehler, probiert Dinge aus, ist laut, chaotisch und manchmal anstrengend. Wer Jugendliche nur nach ihren schlechtesten Momenten beurteilt, verpasst vielleicht alles, was später noch aus ihnen werden kann. Die Zukunft entsteht nicht aus Vorurteilen, sondern aus Chancen.  

Aus dem Slam von Eva Wolfsteiner: 

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, 
und an Geschichten denken, die wir nie erlebten  
an Abenteuer, die wir verpassten wegen des Handylichts
und an Freundschaften, die man beendete, weil man sich vergisst

Und vielleicht, nur vielleicht, wünschen wir uns dann 
ein kleines bisschen von dieser Zeit zurück,
In der wir den Sonnenuntergang anschauen,
anstatt in diesen Blaulichtalbtraum

Aus dem Slam von Tiana Hofer 

Ich weiß, Leute, aufstehn ist zach, 
aber ich sag’s euch nochmal: ihr seid nicht schwach. 
Hört auf, dass ihr unnötig durch Insta scrollt, 
sondern denkt an das, was ihr erreichen wollt.

Setzt nen Fuß nach dem andern, 
geht ne Runde wandern. 
Überlegt, was mal aus euch werden soll. 
Und dann wird das- ihr seid toll!  

 Yo sé, gente, levantarse es difícil, 
pero tú, lo repito: no eres débil.
Dejad de navegar por Instagram, 
y pensad en lo que queréis lograr.    

Poned un pie delante del siguiente, 
dad un paseo mentalmente. 
Piensa en lo que quieres ser, 
Y entonces lo lograrás, ¡eres excelente!