Am 20./21. Mai besuchte Helmut Wittmann, bekannter oberösterreichischer Märchenerzähler, in den PERLE-Stunden die ersten und zweiten Klassen unseres Stiftsgymnasiums.
Die ersten Klassen tauchten in zwei spannende Geschichten ein und stellten beim Hören des zweiten Märchens erstaunt fest, dass das Grimm‘sche Rumpelstilzchen auch im alpenländischen Märchenschatz als Volksmärchen vom „Hahnengiggerl“ zu finden ist. Gebannt verfolgten die Schüler*innen das Schicksal vom Annerl, denn bis zum Schluss war offen, ob das ehemals arme Mädchen seine Seele verlieren würde. Aber es wäre kein Märchen gewesen, hätte das Gute nicht über das Böse gesiegt– das Annerl konnte natürlich bis an sein Lebensende Königin bleiben.
Für die zweiten Klassen standen Sagen aus Österreich auf dem Programm. Den Beginn machte die laut Helmut Wittmann älteste Sage Österreichs rund um den Minnesäger Neidhart von Reuental, die bei den Schüler*innen wegen ihres lustigen Höhepunktes für große Erheiterung sorgte. Danach begeisterte uns der Almtaler Geschichtenerzähler mit Sagen aus unserer Region – angefangen von der Sage vom Zauberer Jackl bis hin zur Sage vom Schabenreitnerstein, in dem – wie wir erfahren haben – möglicherweise immer noch ein Goldschatz zu finden ist…
Wir bedanken uns bei Helmut Wittmann für spannende, lehrreiche und unterhaltsame Stunden und schließen mit jenen Worten, die der Märchen- und Sagenerzähler immer an den Beginn seiner Erzählungen stellt:
Wor‘s a so, oder wor‘s ned a so? Und waun‘s ned so g‘wesen war, kinnat i‘s ned so dazöhn …
