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Salut! Mein Name ist Leonie Waitzinger und ich habe im Herbst 2025 sechs Wochen in Frankreich im Département Vendée, welches sich in der Region Pays de la Loire befindet, verbracht.
Gewohnt habe ich bei meiner Gastfamilie in Chantonnay auf einem Bauernhof und habe jeden Tag die Schule, names Lycée Sainte-Marie, besucht.

Schon seit meinem ersten Jahr Französisch-Unterricht habe ich die Sprache und das Land geliebt, weshalb für mich schnell klar war, dass ich einen Austausch in Frankreich machen möchte, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, neue Leute kennenzulernen und hoffentlich internationale Freundschaften zu schließen. Dabei war mein Plan zuerst, nach Toulouse zu reisen. Als dies jedoch nicht funktionierte, wurde eine Gastfamilie in Chantonnay für mich gefunden. Mittlerweile bin ich mehr als froh, meinen Austausch dort und nicht in Toulouse gemacht zu haben, da ich mich bei meiner Gastfamilie und auch in der Schule mehr als wohl gefühlt habe. Elisabeth Kuch-Vincendeau, die Deutsch-Lehrerin und eine der Koordinatorinnen der Erasmus+ Mobilitäten an der Schule in Frankreich, hat meinen Aufenthalt um ein Vielfaches schöner gemacht und mir auch die Angst kurz vorm Austausch genommen, da mir immer klargemacht wurde, dass ich mich bei jedem Problem, zu jeder Zeit bei ihr melden kann. Genau dasselbe hat mir aber auch meine Englisch-Professorin Frau Arnold immer wieder versichert, wofür ich mich auch auf diesem Wege noch einmal bedanken möchte.

Schnell hat sich jedoch herausgestellt, dass ich die Notfallnummern zum Glück nicht wirklich brauchen werde, da ich mich bei meiner Gastfamilie von Anfang an mehr als wohl gefühlt habe und auch den täglichen Schulalltag zum Großteil super fand. Mit meiner Familie habe ich unglaublich viel unternommen. Zum einen war es sehr interessant, auf einem Bauernhof zu wohnen und zu sehen, wie das Leben in einer anderen Familie funktioniert, und mir wurde viel vom Hof gezeigt. Zum anderen habe ich aber auch einiges gesehen. Ich durfte zum Beispiel den Themenpark Puy du Fou besichtigen, von dessen unterschiedlichen Spektakeln ich mehr als begeistert war – obwohl diese auf Französisch waren und ich auch mit Audioguide nicht alle Zusammenhänge perfekt verstanden habe 🙃 Auch Tallud STE Gemme, das Dorf, in dem ich gelebt habe, haben wir uns mit einigen ausgiebigen Spaziergängen genau angesehen. Unter anderem mit dem „Marche Gourmande“, einem organisierten Abendspaziergang, bei dem man von Station zu Station läuft und bei jeder Station eine leckere Mahlzeit serviert bekommt. 
Die Schule war ein ziemlicher Wechsel im Vergleich zum System in Österreich. In Frankreich ist es normal, dass man als Jugendlicher schon mal 11 Stunden außer Haus ist. Mein Tag startete immer um 7 Uhr – um halb 8 haben wir das Haus verlassen – und um 18:30 sind wir wieder von der Schule nach Hause gekommen. Nur der Mittwoch war ein kürzerer Tag, tatsächlich haben die Volksschulkinder an diesem Wochentag frei und die älteren Schülerinnen und Schüler freuen sich über nur vier Einheiten. Ich hatte auch das Glück, mit der Schule einmal surfen ausprobieren zu können, was ich unbedingt noch einmal machen möchte, weil es mir unglaublichen Spaß gemacht hat. Wir sind mit dem Bus für einen Tag nach Les Sables-d’Olonne, in den nächstgelegenen Ort an der Küste gefahren, um dort zu surfen.
Ich habe noch immer Kontakt mit mehreren Freundinnen, die ich in Frankreich kennengelernt habe und kann es kaum erwarten, alle wieder zu sehen, wenn ein Teil meiner ehemaligen Klasse im Oktober 2026 nach Österreich kommt, und wir im Frühling 2027 für eine Woche nach Frankreich reisen. Dies ist nämlich ein weiterer Aspekt, warum ich mich immer wieder für genau diese Schule entscheiden würde. Ich habe das Glück, alle noch einmal zu sehen, wenn wir sie nächstes Jahr mit unserer Schule besuchen, da das Lycée STE Marie eben eine Partnerschule des Gymnasiums Schlierbach ist.

Ich kann jedem nur empfehlen, einen Austausch zu machen. Am Anfang ist es natürlich ungewohnt und vermutlich hat man ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch, bevor man seine Gastfamilie das erste Mal richtig und nicht nur über Bildschirme und WhatsApp-Nachrichten kennenlernen darf. Aber das Gefühl wird sich ganz schnell legen und diese großartige Erfahrung kann einem niemand mehr nehmen! Man lernt wunderbare liebe Leute eines anderen Landes kennen, erlebt eine bisher fremde Kultur auf ganz andere Weise als in Büchern und Filmen dargestellt wird und verbessert seine Sprachkenntnisse um ein Vielfaches.

Seit meinem Austausch steht für mich fest: sechs Wochen waren nicht genug für mich! Spätestens während des Studiums möchte ich unbedingt noch einen Erasmus+ Aufenthalt machen, welcher dann länger dauert als sechs Wochen, denn für mich waren die sechs Wochen zwar eine wunderschöne Zeit, aber eine Zeit, die viel zu schnell vergangen ist.