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Die Jahreshauptversammlung des Elternvereins am 7. Oktober 2026
mit Vortrag zum Programm „Simply Strong“

In relativ exklusiver Runde fand am 7. Oktober im ehrwürdigen Bernardisaal des Stifts die Jahreshauptversammlung des Elternvereins statt. 
Es gab gleich zu Beginn Breaking News: Die langjährige Obfrauenschaft von Kathrin Vorauer findet mit der Matura ihrer Tochter im heurigen Schuljahr ein natürliches Ende. Für einen reibungslosen Übergang wurde beschlossen, dass Kathrin Vorauer und ihr bereits gefundener Nachfolger Walter Schmied in diesem Schuljahr gemeinsam die Spitze des Elternvereins bilden und als Grande Finale auch noch gemeinsam das Schulfest am 3. Juli 2027 dirigieren. Walter Schmied, der physisch nicht auf der Sitzung sein konnte, sich aber mit einem engagierten Motivationsvideo per Leinwand vorstellte, wurde von den anwesenden Mitgliedern des Elternvereins einstimmig zum neuen Co-Obmann gewählt. Er ist Ausbildungskoordinator und Bezirksrettungskommandant-Stellvertreter beim Roten Kreuz in Kirchdorf, ging selbst einige Jahre an unser Gymnasium und hat nun eine Tochter in der 2. Klasse.
Damit besteht der Vorstand des Elternvereins neben Obfrau und Obmann weiterhin aus der Obleute-Stellvertreterin Ulli Sahl, der Kassiererin Margit Holzer, ihrer Stellvertreterin Cornelia Schneider sowie der Schriftführerin Elke Hamberger. Rechnungsprüferin und -prüfer sind Karin Wimplinger und Markus Kwatsch, Medienbeauftragte ist Johanna Tragler.
Hier sind alle zu besichtigen:
https://www.gymschlierbach.eduhi.at/index.php/burger-menue/elternverein/vorstand

Die Aktivitäten des Elternvereins im vergangenen Schuljahr konzentrierten sich durch das 100-Jahr-Jubiläum der Schule auf den Herbst: Es gab eine große Tortenaktion für alle Klassen gleich zu Beginn des Schuljahrs, und auch die Jahreshauptversammlung im vergangenen Herbst war inkl. Torten und großartigem Buffet dem Schuljubiläum gewidmet. Im aktuellen Schuljahr sammelt der Elternverein alle Kräfte, um das alle vier Jahre stattfindende große Schulfest im Juli zu stemmen – unter hoffentlich tatkräftiger Mithilfe vieler Eltern!

Kassiererin Margit Holzer erstattete Bericht über die finanzielle Situation des Vereins: Der Kassastand per 31.8.2025 betrug EUR 14.365, per Ende August 2026 sind es stolze EUR 15.758. Den Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen stehen Ausgaben für die Tortenaktion beim Schuljubiläum, für Workshops für Schulklassen, für den Sozialfonds und die Mitfinanzierung der Zeitschriften sowie auch dem Beitrag zum übergreifenden Zusammenschluss der Elternvereine an katholischen Privatschulen gegenüber. Das heurige Budget wird zu einem großen Teil für die Vorfinanzierung des Schulfests reserviert, die daraus erwartenden Einnahmen werden im Schuljahr 27/28 wieder für einzelne Projekte/von der Schule gewünschte Ankäufe zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur verwendet. So wurden in der Vergangenheit u.a. Nähmaschinen für den Kunstunterricht, Gitarren für Musik und Turngeräte für den Sportunterricht vom Elternverein finanziert.

Damit endete der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung trotz einer Fülle an Informationen in knackigen dreißig Minuten, und Dir. Rathmayr bereitete nun die Bühne für Dr. Werner Schwarz, die dieser sogleich dynamisch übernahm. Er ist Gründer des Programms „Simply Strong“, das an unserer Schule schon seit einigen Jahren peer to peer praktiziert wird. Unter dem Motto „Bewegung macht stark – Simply Strong für Körper, Herz und Kopf“ gehen Schüler:innen der Oberstufe regelmäßig in die Klassen und führen mit allen, die mitmachen wollen, durchaus sehr herausfordernde Übungen zur Förderung der Konzentration und zum Training des Arbeitsgedächtnisses vor.
Begonnen hat die Liebesgeschichte zwischen Schule und „Simply Strong“ mit Prof. Marion Hiesmayr, die in Kontakt mit dem Simply Strong-Teilprogramm „Vital4Brain“ gekommen ist. Seit einigen Jahren nun schon lassen sich Oberstufen-Schüler:innen in Radstadt zu Schulpeers ausbilden, auch einige Lehrkräfte sind im Programm geschult.
„Simply Strong“ verfolgt drei Grundwerte: Achtsamkeit, Respekt, Wertschätzung. Kein Schüler, keine Schülerin wird zum Mitmachen gezwungen, es ist ein Angebot. Die Übungen finden dezidiert in der Unterrichtszeit statt; dass die Pause den Schüler:innen gehört, wird respektiert.
Die wissenschaftlichen Grundlagen der Übungen stammen aus der Neurobiologie. Worum geht’s dabei? Um die Arbeit an der Aufmerksamkeit, die Schulung des Arbeitsgedächtnisses. Durch aufmerksames Hören, Sehen und Fühlen entsteht Konzentration, die man braucht, um die Arbeitsaufgaben der Übungen durchführen zu können. Dabei werden unsere Neuronen trainiert. Dr. Schwarz beschreibt das Ziel dieses Trainings mit einem bildhaften Vergleich: Wir rüsten uns dadurch mit einer Top-Hardware aus, damit die Software, also die Inhalte, die in der Schule vermittelt werden, darauf gut funktioniert und auf fruchtbaren Boden fällt. „Simply Strong“ ist also Hirntraining, es ist Anstrengung, und anfängliches Scheitern oder Fehler sind kein Problem. Aus Fehlern wird gelernt, korrektes Durchführen wird gelobt, Lob ist essenziell und fungiert als Lernverstärker. Was man bei den Übungen schnell merkt: Brainwork frisst Energie und macht müde, wie Muskeltraining auch. Umso wichtiger – das nur nebenbei – ist eine sinnvolle Abfolge von Unterrichtsfächern an einem Schultag, sodass auf intensive Brainwork-Fächer kreative oder sportliche Fächer oder eine lange Pause folgen sollten.

Wem das nun alles zu theoretisch ist, der sollte die Übungen am besten selbst ausführen. Und so wurde es an diesem Abend auch gemacht. Dr. Schwarz vermittelte die Wirkweise seines Programms fast ausschließlich anhand von vorgeführten Übungen, die die Anwesenden mitgemacht haben. Es gibt bei den einzelnen Übungen verschiedene Schwierigkeitsstufen, die im Eiltempo erklettert wurden. Entsprechend herausfordernd gestaltete es sich, wenn z.B. bei einer Partnerübung Partner Nr. 2 die mittels Handzeichen erteilten Bewegungsaufträge von Partner Nr. 1 einmal gespiegelt, dann, wenn Partner Nr. 1 ein Auge zudrückte, spiegelverkehrt oder später im Rückwärtsgang (erster Partner führt die Übung aus und drückt oder drückt kein Auge zu, zweiter Partner „rechnet“ im Kopf zurück und gibt das entsprechende Handzeichen) ausführen musste. Einen Knoten im Hirn konnte man kriegen!

Einen guten Eindruck der verschiedenen Übungen kann man sich auf der Homepage von „Simply Strong“ holen – mit vielen Videos, z.B:
https://www.simplystrong.at/videos/fingermemory

Folgende wichtige Erkenntnis hat Dr. Schwarz auch vermittelt: Ablenkung ist bei diesen Übungen tödlich. Bei der Durchführung einer Übung hat er dauernd dazwischen gesprochen, irgendetwas erzählt, um zu demonstrieren, wie schwierig es ist, dabei die Konzentration aufrecht zu halten. Die Fähigkeit zum Multitasking, worauf sich so viele berufen, wird dadurch ad absurdum geführt – andere Reize als jene, die die Arbeitsaufgabe definieren, lenken ab, generieren Fehler und vor allem: Man merkt sich nichts. Schüler:innen, die während der Hausübung Musik hören und nebenbei aufs Handy schauen, könnten sich die Hausübung also eigentlich sparen, im Kopf bleibt nichts davon hängen.

Den krönenden Abschluss dieses bewegten, lehrreichen und auch vergnüglichen Vortrags bildete die Überreichung des „Simply Strong“-Zertifikats an unsere Schule samt Gruppenfoto mit allen gehirnaktivierten Anwesenden.

Das anschließende Buffet hatten sich alle mehr als verdient. Auch wenn dabei das eine oder andere Bier geflossen und das eine oder andere zuvor trainierte Neuron dadurch wieder den Bach hinuntergegangen ist …

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